Sommerzeit - Flohzeit

In der warmen Jahreszeit steigt die Gefahr, dass die springenden Plagegeister ins Haus kommen. Vor allem Haustiere, aber auch z.B. Igel im Garten kommen als Überträger in Frage. Doch wie wird man Flöhe wieder los?

Ist Floh gleich Floh?

Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe Floharten, darunter z.B. den Rattenfloh, den Katzenfloh, den Hundefloh und den Menschenfloh. Letzterer ist allerdings in unseren Breiten inzwischen nur noch sehr selten anzutreffen.

Die Flöhe (Siphonaptera) bilden innerhalb der Insekten eine eigene Ordnung mit mehreren Familien. Die biologische Bezeichnung wird aus den griechischen Worten siphon = Spritze, Röhre und apteros = ungeflügelt zusammengesetzt, also etwa: "ungeflügelte Spritzen".

Anstelle des Fliegens haben die kleinen Blutsauger eine andere Fortbewegungsart kultiviert: Mit Hilfe ihrer langen Hinterbeine und von speziellen elastischen Proteinen können sie Sprünge von bis zu einem Meter vollführen.

Das ermöglicht es ihnen, bei Bedarf von einem Wirt zum anderen zu gelangen. Dabei sind sie nicht wählerisch: Tierflöhe können verschiedene Tierarten oder auch den Menschen befallen, der Menschenfloh selbst gilt als eine Fortentwicklung des Schweineflohs.

Auch Katzen- und Hundeflöhe sind nicht wählerisch: Hundeflöhe etwa findet man vor allem im ländlichen Raum - Stadthunde werden dagegen meist vom etwas kleineren Katzenfloh heimgesucht. Letzterer kann auch diverse Krankheiten übertragen, z.B. Bandwürmer.

Haustiere und Flöhe

Eingeschleppt werden Flöhe meist durch das eigene Haustier. Aber auch Haustiere von Freunden oder Verwandten, die zu Besuch kommen, können sie als "Souvenir" zurücklassen.

Viele Gartenbesitzer freuen sich, wenn sich bei ihnen ein Igel einnistet. Doch auch dieser kann Flöhe mitbringen, die ihre Eier z.B. im Gras hinterlassen. Da es der Floh für seine Entwicklung gerne warm hat, ist der Sommer die Hauptbefallzeit.

Generell gilt: Hygiene spielt keine Rolle bei der Frage, ob man sich Flöhe einfängt. Aber sie wieder loszuwerden, wird ohne Hygiene schwierig.

Zur Vorbeugung gibt es in der Apotheke oder beim Tierarzt sogenannte Spot-Ons mit synthetischen Wirkstoffen. Daneben kursieren natürliche Mittel bzw. Rezepte, die ätherische Öle z.B. aus Lavendel, Teebaum, Geranium oder Zeder verwenden, deren Wirksamkeit aber umstritten ist.