So bleibt der Hund gesund

Nötige Vorsorge

Die beste Krankheit ist die, die man gar nicht erst bekommt. Das gilt auch für Hunde. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihr Vierbeiner die nötigen Impfungen erhält.

Es gibt Impfstoffe gegen Tollwut (engl.: Rabies), Staupe (engl.: Distemper), Zwingerhusten (ausgelöst u.a. durch das Parainfluenza-Virus), Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose (gegen 4 verschiedene Bakterienstämme) sowie gegen weitere Krankheiten, u.a. Borreliose.

Welche Impfungen für Ihren Hund erforderlich sind, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen. Hier spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, z.B. die Herkunft des Hundes, geplante Reisen, Kontakt mit anderen Tieren oder auch die Häufigkeit von Zeckenstichen.

Womit auch schon das nächste Thema angesprochen wäre: Zecken und Flöhe. Die Blutsauger sind nicht nur lästig, sondern können auch Krankheiten übertragen.

Zecken, Flöhe und Würmer

Zecken sind bei Temperaturen ab 8 Grad Celsius aktiv, also auch schon im Frühjahr und bis in den Herbst hinein. Sie können FSME-Viren, Borrelien (Bakterien) und Babesien (Parasiten) übertragen.

FSME kann auch Hunde betreffen - und für Hunde gibt es keine Impfung dagegen. Im Falle einer Infektion kann man nur versuchen, die Symptome zu behandeln. Und schlimmstenfalls ist der Hund nicht mehr zu retten.

Borreliose ist, wie beim Menschen auch, mit Antibiotika behandelbar. Ebenfalls behandelbar ist die Babesiose (auch als Hunde-Malaria bezeichnet, weil der Parasit die roten Blutkörperchen zerstört), die glücklicherweise nicht auf den Menschen übertragen werden kann.

Gegen diese beiden Krankheiten gibt es Impfstoffe (der gegen Babesiose muss importiert werden), die aber keinen vollständigen Schutz gewährleisten. Ob die Impfungen sinnvoll sind, muss individuell mit dem Tierarzt besprochen werden.

Der beste Schutz gegen Zeckenkrankheiten ist immer noch der Schutz vor Zeckenstichen. Es gibt diverse Präparate (synthetisch oder pflanzlich), die Zecken fernhalten sollen. Fragen Sie Ihren Tierarzt oder auch das Team Ihrer gesund leben-Apotheke danach.

Suchen Sie außerdem Ihren Liebling beim Kuscheln regelmäßig nach Zecken ab und entfernen Sie diese umgehend. Spezielle Zeckenzangen oder -karten aus der Apotheke helfen dabei.

Flöhe und Haarlinge (Tierläuse) sind für den Hund extrem unangenehm, viele Tiere sind sogar allergisch gegen den Flohspeichel. Außerdem können die Schmarotzer die Eier des Gurkenkernbandwurms übertragen.

Wenn ein Hund von Flöhen befallen ist, müssen nicht nur die Flöhe selbst, sondern auch ihre Larven und Eier bekämpft werden. Die Maßnahmen sollten Sie mit dem Tierarzt absprechen.

Mittel, die vor Zeckenbefall schützen, halten oft auch Flöhe und Haarlinge fern bzw. töten sie ab. Im Anschluss an eine Flohbehandlung kann eine Wurmkur ratsam sein.

Eine Entwurmung wird - auch unabhängig von einem Flohbefall - mehrmals im Jahr empfohlen. Die genaue Häufigkeit richtet sich nach den Lebensumständen des Hundes und sollte mit dem Tierarzt abgesprochen werden.